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Sozialversicherungen 2019

Kennen Sie alle Neuerungen im Bereich der Sozialversicherungen, die seit dem 1. Januar 2019 in Kraft sind? Hier die wichtigsten Neuerungen der 1. und 2 Säule:

1. Säule

2019

Sozialversicherungen auf online-kurs.ch

AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung), IV (Invalidenversicherung), EO (Erwerbsersatzordung)

Seit 2018 unverändert gelten ab 1.1.2019 folgende Sätze:

AHV: 8.40 %
IV:  1.40 %
EO: 0.45 %

TOTAL: 10.25 % (dieser Satz wird je zur Hälfte von den Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden getragen, d.h. je 5.125 %)

Die Ausgleichskassen erheben zusätzlich einen Verwaltungskostenbeitrag. Dieser geht zu Lasten der Arbeitgebenden.

Maximale jährliche Altersrente seit 1.1.2019: CHF 28’440, monatlich CHF 2’370
Minimale jährliche Altersrente seit 1.1.2019: 14’220, monatlich CHF 1’185

Plafonierte Altersrente: CHF 42’660, monatlich CHF 3’555

Minimaler jährlicher Beitrag für die AHV/IV/EO: CHF 482

Jährliche Freibeträge:

Jährlicher Freibetrag für Personen, welche das Pensionsalter erreicht haben: CHF 16’800
Jährlicher Freibetrag für geringfügige Entgelte: CHF 2’300
Privathaushalt befreite, Sackgeldjobs für unter 25-jährige pro Jahr: CHF 750

Berechnungsbeispiel einer plafonierten AHV Rente:

Intensivpflegezuschlag

Seit dem 1. Januar 2018 erhalten Familien, welche sich zu Hause um ein schwerkrankes oder schwerbehindertes Kind kümmern, einen höheren Beitrag der Invalidenversicherung. Ausserdem wird der Intensivpflegezuschlag nicht mehr vom Assistenzbeitrag abgezogen.

Familien, welche beide Leistungen beziehen, erhalten dadurch mehr finanzielle Unterstützung.

Der Intensivpflegezuschlag wird je nach Schweregrad der Behinderung respektive der Erkrankung um CHF 470 bis CHF 940 pro Monat erhöht. Diese zusätzlichen Mittel können die Eltern frei einsetzen, z.Bsp. für Entlastungsdienste, Entlastungsaufenthalte, Haushalthilfen oder ungedeckte Transportkosten.

FAK Familienzulagen

Für die Bestimmung der Höhe von Familienzulagen sind kantonale Vorgaben zu beachten. Eine kantonale Übersicht können Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Sozialversicherungen finden.

ALV Arbeitslosenversicherung

Die ALV Beiträge blieben im 2019 wie im Vorjahr gleich.

Es gelten somit folgende Sätze:

Bis zur Beitragsgrenze von CHF 148’200: 2.2 %
für Lohnanteile über CHF 148’200: 1.0 %

Die Abstufung der Beitragshöhe gilt für jedes einzelne Arbeitsverhältnis.

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren, neuer Artikel 2 Absatz 1 BGSA (Bundesgesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit)

Per 1. Januar 2018 wurde das Bundesgesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA) angepasst. Insbesondere das darin enthaltene vereinfachte Abrechnungsverfahren der AHV wurde dem ursprünglichen Gedanken überarbeitet.

Neu können Kapitalgesellschaften, Genossenschaften sowie Ehegatten und Kinder, die im eigenen Betrieb mitarbeiten, ihre Löhne nicht mehr mittels dem vereinfachten Verfahren abrechnen (neuer Art. 2 Abs. 2 BGSA). Für diese ist, unabhängig von der Lohnsumme, nur noch das ordentliche Verfahren anwendbar. Diese Einkommen müssen neu wieder mit einem Lohnausweis bescheinigt werden.

2. Säule

2019

Pensionskasse online-kurs.ch

BVG Berufliche Vorsorge

Mindestzinssatz ab 1. Januar 2019

Beim Mindestzinssatz hat es im 2019 keine Änderung gegeben. Dieser wurde bei 1 % belassen.

Der Bundesrat hat entschieden, den Mindestzinssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge bei 1% zu belassen. Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wieviel Prozent das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss.

Grenzwerte 2019:

Eintrittsschwelle: CHF 21’330
Koordinationsabzug: CHF 24’885
Maximal versicherter Lohn: CHF 60’435
Minimal versicherter Lohn: CHF 3’555

Erleichterte Rückzahlung von Vorbezügen für Wohneigentum (WEF)

Bereits per 1. Oktober 2017 wurde der Mindestbeitrag für die Rückzahlung von Vorsorgebezügen im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF) angepasst.

Neuer Mindestbetrag für die Rückzahlung von Pensionskassen-Kapitalbezügen: CHF 10’000 (vorher CHF 20’000)

Damit sollen Versicherte, welche nicht über umfangreiche finanzielle Mittel verfügen, motiviert werden, vermehrt Rückzahlungen zu tätigen. Durch WEF-Rückzahlungen erhöhen sich für Pensionierte die Vorsorgeguthaben und damit die Leistungen im Zeitpunkt der Pensionierung.

Was oft vergessen geht:

Bei WEF-Rückzahlungen kann die bezahlte Steuer, die beim Bezug fällig wurde, zurückgefordert werden (zinslose Rückerstattung). Für die Rückerstattung der Steuern auf Wohneigentumsvorbezügen im Rahmen des WEF ist von der steuerpflichtigen Person nach Art. 83a Abs. 2 und 3 BVG innert 3 Jahren nach Wiedereinzahlung ein schriftliches Gesuch an diejenige Steuerbehörde zu richten, die seinerzeit den Steuerbetrag erhoben hat. Bei teilweiser Rückzahlung des vorbezogenen Betrages wird der Steuerbetrag im Verhältnis des Vorbezuges zurückerstattet.

UVG Unfallversicherung

Der maximal versicherte Verdienst blieb bei CHF 148’200.

12. Februar 2019
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