Lernen mit positiven Emotionen

Das menschliche Gehirn ist generell darauf ausgerichtet, alle Erlebnisse, Informationen und Gedanken ständig zu bewerten. So werden neue Lerninhalte darauf überprüft,

  • ob sie interessant oder langweilig sind,
  • ob man sie mag oder nicht,
  • ob man damit etwas anfangen kann oder nicht (Vorwissenscheck).

Vereinfacht kann man davon ausgehen, dass wenn ein Wissensgebiet als langweilig und unangenehm eingestuft wird, auch kein Lernen stattfinden kann. Zusätzlich erschwert mangelndes Vorwissen den Einstieg ins Lernen.

Negative Emotionen wie Angst und Stress erschweren zusätzlich das Lernen. Man fühlt sich von einer Aufgabe überfordert, es werden Stresshormone ausgeschüttet, die die Denkfähigkeit und die Merkfähigkeit hemmen.

Deshalb hier unser Tipp:

Lernen Sie nur, wenn Sie sich positiv auf den Lerninhalt eingestellt haben, über das notwendige Vorwissen verfügen und ausgeruht und interessiert sind. Nur so werden Sie die Lernzeit wirklich nützen können. Als Belohnung wird Ihr Körper dann auch noch Dopamin ausschütten und Sie erleben während des Lernens ein wahres Glücksgefühl. 



Literaturhinweis:

Edlinger, H. & Hascher, T. (2008). Von der Stimmung- zur Unterrichtsforschung: Überlegungen zur Wirkung von Emotionen auf schulisches Lernen und Leisten. Unterrichtswissenschaft, 36, 55-70. (Stangl, 2020).